Evgeny Kissin

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Aufgrund seiner Musikalität, der tiefen und poetischen Qualität seiner Interpretationen und seiner außergewöhnlichen Virtuosität gehört Evgeny Kissin heute zu den führenden Persönlichkeiten der neuen Pianistengeneration.
1971 in Moskau geboren, begann er bereits im Alter von zwei Jahren Klavier zu spielen. Ab dem siebten Lebensjahr besuchte er die Moskauer Gnessin-Musikschule, wo er Unterricht von Anna Pavlovna Kantor erhielt; sie sollte seine einzige Lehrerin bleiben.
Mit zehn Jahren gab er sein Konzertdebüt, bei dem Mozarts Klavierkonzert KV 466 auf dem Programm stand. Er erregte internationale Aufmerksamkeit als er mit nur 12 Jahren die Klavierkonzerte von Frédéric Chopin mit der Staatsphilharmonie Moskau unter Dmitri Kitajenko aufführte. Dies brachte ihm den Ruf eines Wunderkindes ein.
Seit 1985 konzertiert er auch in Europa. Mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Herbert von Karajan spielte er 1988 in einem Neujahrskonzert und 1989 bei den Osterfestspielen. 1990 debütierte er in den USA und eröffnete mit einem spektakulären Konzert die 100. Spielzeit der Carnegie Hall.
Kissin spielte mit zahlreichen weltbekannten Orchestern und unter vielen berühmten Dirigenten wie Abbado, Ashkenazy, Barenboim, Levine, Maazel, Ozawa, Svetlanov und Temirkanov. Seine Tourneen führen ihn regelmäßig nach Japan, Europa sowie in die USA.
Er hat weltweit zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter im Mai 2001 die Ehrendoktorwürde der Manhatten School of Music und 2005 den renommierten Herbert-von-Karajan-Musikpreis.
Auch seine Aufnahmen wurden mehrfach prämiert. So erhielt er 2006 zum zweiten Mal den Echo Klassik, außerdem erhielt er den Diapason d`Or und den Edison Klassik. 2010 erhielt er den Grammy Award für die Aufnahme der Prokofiev Klavierkonzerte Nr. 2. und 3 mit dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy (Emi Classics).